Die Selbsthilfe fordert:
1.)
Jedem Patienten mit einer Sauerstoff-Langzeit-Therapie Muss die Möglichkeit gegeben werden, an einer Lungensportgruppe Teilnehmen. Die Ausschlusskriterien bzw. Zulassungskriterien erfüllt wohl kein Sauerstoffpatient, daher haben sie auch für Sauerstoffpatienten keine Gültigkeit.
2.)
Um die Rechtliche Situation zu klären sollten die Patienten vor beginn eines Trainings Eine Entsprechende Erklärung abgeben, das den Arzt aus der Haftung entlässt.
3.)
Jedem Patient der eine Sauerstoff-Langzeit-Therapie benötigt, muss vorher in eine Reha Bewilligt bekommen, bei dem die Individuelle Leistungsfähigkeit und ein auf seine Gesundheitszustand abgestimmtes Trainingsprogramm festgelegt werden. Es ist Grundsätzlich nicht erforderlich, dass ein Arzt bei dem Training dabei ist. Sinnvoll wäre aber eine aktuelle Rufbereitschaft eines Arztes. Ideal ist ein Training in einer Reha-Klinik oder in einem Krankenhaus, bei dem eine Arztbereitschaft gewährleistet ist.
4.)
Zur Sicherheit des Patienten wird ein Pulsoximeter für die Übungs-Gruppe gefordert.
5.)
Vor Beginn des Trainings sollte jeder Patient schriftlich mitteilen, wie sein momentaner Gesundheitszustand ist und ob er aus seinen Sicht an der Lungensportgruppe teilnehmen kann.
6.)
Sauerstoff-Patienten sollten in eigenen Gruppen üben.
7.)
Die Bezeichnung Lungensportgruppe ist für viele Patienten abschreckend, da sie Leistung vorschreibt, die sie oft nicht erfüllen können. Besser wäre Lungenübungsgruppe oder ADL-Training. Alle Teilnehmer wurden daher aufgefordert, eine treffendere Bezeichnung zu suchen. Die Web-Seite der Sauerstoff Selbsthilfegruppe eignet sich in diesem Zusammenhang als ein hervorragendes Forum für dieses besondere Problem.
8.)
Jeder LOT Patient sollte Lebenslänglich an einem Individuellen Kraft und Ausdauertraining teilnehmen, den seine Krankheit wird sich nicht verbessern. Sie kann aber lange Zeit stabil gehalten werden, wenn man selbst etwas dazu beiträgt: den Sport ist Lebensqualität.
Quelle: Dr. Birgit Krause-Michel


